Suchtkranke Eltern – ein psychisches Risiko für Kinder!? Teil 3: Entwicklung der Kinder, Resilienzförderung, Hilfen.

In diesem Beitrag wird das Wissen zu den Entwicklungsrisiken, Resilienzen und Präventionsmöglichkeiten für Kinder suchtkranker Eltern, das derzeit vorliegt, im Sinne eines Updates dargestellt. Der folgende dritte und letzte Teil beschäftigt sich mit der kindlichen Entwicklung unter den Risikobedingungen in einer suchtbelasteten Familie und den Präventions- und Hilfemöglichkeiten anhand eines Praxisprojekts (Pepe Kids), das sich an Kinder und Jugendliche richtet, deren Eltern eine Entzugsbehandlung begonnen haben.

Auswirkungen der elterlichen Suchtstörung auf das Kind

Eine elterliche Abhängigkeitserkrankung gilt von allen bekannten Risikofaktoren für eine gesunde Kindesentwicklung als ein besonders starker, negativer Gefährdungsfaktor für eine gesunde körperliche und vor allem psychische kindliche Entwicklung (Klein, 2008; Klein, Moesgen, Bröning & Thomasius, 2013). Die negativen Auswirkungen für betroffene Kinder sind durch zahlreiche Studien gut belegt, vor allem im Kontext einer elterlichen Alkoholabhängigkeit.

Körperliche Schädigungen

Die im Folgenden beschriebenen körperlichen Schädigungen sind unterteilt in pränatal erworbenen und postnatal vermittelten. Es beginnt mit der pränatalen Exposition gegenüber Alkohol und illegalen Drogen. 

Pränatale Exposition gegenüber Alkohol oder illegalen Drogen

Bereits während der Schwangerschaft kann das ungeborene Kind den toxischen und psychosozialen Folgen des mütterlichen Substanzkonsums punktuell oder dauerhaft ausgesetzt sein. Generell birgt eine pränatale Exposition mit Alkohol oder Drogen zahlreiche Gefahren (Calhoun et al., 2015), wie z. B. Frühgeburtlichkeit, Abort, ein geringes Geburtsgewicht, kleinerer Kopfumfang, frühe Fütterungsstörungen, eine erhöhte Irritabilität des Neugeborenen sowie eine verzögerte kognitive, körperliche und/oder emotionale Entwicklung in verschiedenen Altersstufen (Lester & Lagasse, 2010). Besonders bei pränatalem Alkohol- und Stimulantienkonsum drohen auch geistige Behinderung oder neuropsychologische Auffälligkeiten in den Bereichen Handlungs- und Emotionsregulation. 

Beim Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), der vorgeburtlich erworbenen Störung mit den stärksten Ausprägungen, können ein geringes Geburtsgewicht, eine verminderte Körpergröße bei Geburt, ein kleinerer Kopfumfang, faziale Auffälligkeiten und Schädigungen des zentralen Nervensystems bis hin zu geistiger Behinderung auftreten. Bei den anderen Störungen im Bereich des FASD liegen vor allem Entwicklungsverzögerungen, kognitive Probleme und Verhaltensauffälligkeiten vor (Landgraf & Heinen, 2013).  

Pränatal erworbene Schädigungen interagieren oft in komplexer Weise mit den ungünstigen, postnatalen Entwicklungsbedingungen. 

Gesundheitsverhalten

Bei Kindern aus alkoholbelasteten Familien wurde ein ungünstigeres Gesundheitsverhalten beobachtet als bei Kindern aus unbelasteten Familien (Forrester & Harwin, 2011). Betroffene Kinder verbrachten mehr Zeit mit elektronischen Trägermedien (Fernseher, Smartphone oder Computer), bewegten sich weniger und wiesen ein insgesamt ungesünderes Ernährungsverhalten auf. Diese Verhaltensweisen können sowohl der Stressreduktion beim Kind dienen als auch Modelllerneffekte des ungünstigen elterlichen Verhaltens darstellen.

Insofern drohen neben den beschriebenen pränatalen Gefahren besonders viele postnatale Gesundheitsrisiken durch ungünstiges elterliches Modellverhalten, Fehlernährung, frühe Essstörungen, Bewegungsmangel und ggf. auch körperliche Vernachlässigung. In diesen ungünstigen Gesundheitsverhaltensweisen können frühe Risiken für spätere psychische Störungen (z.B. Verhaltenssucht, Essstörungen, Substanzsucht) gesehen werden. Zusätzlich können die Folgen des ungünstigen kindlichen Gesundheitsverhaltens zu Stigmatisierung (z.B. wegen Adipositas) und Mobbing im Schul- und Peerkontext führen. 

Entwicklung psychischer Auffälligkeiten

Zu den Entwicklungsrisiken für Kinder suchtkranker Eltern zählen alle psychischen Bereiche. Es hat sich gezeigt, dass es keinen Bereich psychischer Auffälligkeiten gibt, in dem diese Kinder nicht mit erhöhter Wahrscheinlichkeit betroffen sind (Lachner & Wittchen, 1997). Dies spricht für eine umfassende, transdiagnostisch zu betrachtende psychische Dysfunktionalität, die sich bei vielen betroffenen Kindern entwickelt. Die erhöhten Risiken im gesamten psychischen Bereich werden im Folgenden dargestellt, beginnend mit den substanzbezogenen Störungen.

Entwicklung einer eigenen substanzbezogenen Störung 

Kinder aus suchtbelasteten Familien gelten als Hochrisikogruppe für die Entwicklung einer eigenen Abhängigkeitserkrankung (Klein, 2005, 2008; Serec et al., 2012). Sie stellen die größte Risikogruppe zur Entstehung von Suchtstörungen dar. Ein früher Alkoholkonsum ist der am häufigsten untersuchte Gegenstand im Themenbereich „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ (Rossow, Felix, Keating & McCambridge, 2016). Zahlreiche Studien konnten mehrfach nachweisen, dass bei Kindern aus suchtbelasteten Familien eine erhöhte Wahrscheinlichkeit vorliegt, dass sie a) früher beginnen, Substanzen zu konsumieren (Waldron et al., 2014), b) früher erste Trunkenheitserfahrungen erleben (Wong et al., 2006), c) mehr „Binge-Drinking“ betreiben (Weitzmann & Wechsler, 2000) und d) einen schnelleren Übergang vom ersten Konsum alkoholischer Getränke bis zu alkoholbezogenen Problemen vollziehen als Kinder aus unbelasteten Familien (Hussong, Bauer & Chassin, 2008). Letzteres wurde auch im Kontext illegaler Drogen beobachtet.

Die Mechanismen der Transmission für substanzbezogene Probleme sind komplex und oft nicht leicht durchschaubar, da biopsychosoziale Faktoren in mehrfachen Wechselwirkungen miteinander interagieren können. Bei alkoholbezogenen Störungen spielen sowohl genetische (Hussong et al., 2008; Sørensen et al., 2011; Zimmermann, Mick & Mann, 2008) als auch psychologische Faktoren (z. B. Modelllernen, Konsum zur Selbstmedikation oder Emotionsregulation) (Cleveland, Reavy, Mallett, Turrisi & White, 2014) oder die Vermittlung positiver, substanzspezifischer Wirkungserwartungen (Barnow, Stopsack, Spitzer & Freyberger, 2007) eine Rolle. Auch soziale Prozesse wie Ausgrenzung, Stigmatisierung und Marginalisierung können relevant sein. Diese einzelnen Mechanismen interagieren wiederum miteinander in komplexer Art. So kann ein Kind, das aufgrund der elterlichen Suchtprobleme soziale Ausgrenzung erfährt, sich bereits im frühen Jugendalter mit devianten Peers zusammenschließen, um seinen dadurch erniedrigten Selbstwert durch frühe, besonders intensiv wirksame Drogenerfahrungen aufzuwerten. 

Eine besondere Bedeutung besitzen außerdem die o. g. widrigen Kindheitserfahrungen (vor allem Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch im physischen und emotionalen Bereich), die später mithilfe von Substanzen dysfunktional bewältigt werden (Zobel, 2006). 

Entwicklung internalisierender oder externalisierender Verhaltensauffälligkeiten

Neben eigenen Suchtstörungen entwickeln Kinder aus alkoholbelasteten Familien häufig auch andere psychische Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten (Klein, 2008; Moesgen, 2014; Thomasius & Küstner, 2005). So besteht bei Kindern aus suchtbelasteten Familien z. B. eine erhöhte Auftrittswahrscheinlichkeit für externalisierende Auffälligkeiten wie Störungen des Sozialverhaltens (Molina, Donovan & Belendiuk, 2010; Waldron, Martin & Heath, 2009) oder hyperkinetische Störungen (Kendler, Ohlsson, Sundquist & Sundquist, 2016; Parvaresh, Mazhari & Nazari-Noghabi, 2015). Die Symptome bestehen vor allem in Hyperaggressivität, Impulsivität und Hyperaktivität. Außerdem verfügen vor allem Söhne von alkoholabhängigen Vätern über geringere Selbstkontroll- und Selbstregulationsstrategien (Adkison et al., 2013), was die spätere Entwicklung externalisierender Störungen begünstigen kann (Eiden et al., 2016).

Darüber hinaus scheinen Kinder aus suchtbelasteten Familien auch in Bezug auf die Entwicklung internalisierender Störungsbilder besonders gefährdet zu sein (Hussong, Flora, Curran, Chassin & Zucker, 2008): So zeigen betroffene Kinder im Vergleich zu unbelasteten Gleichaltrigen erhöhte Raten an Depressionen (Fuller-Thomson, Katz, Phan, Liddycoat & Brennenstuhl, 2013; Hill, Tessner & McDermott, 2011) oder Angststörungen (MacPherson, Stewart & McWilliams, 2001); sowohl bereits im Kindes- und Jugend- als auch später im Erwachsenenalter (MacPherson et al., 2001). Hier sind Mädchen stärker gefährdet als Jungen, obwohl in den meisten Studien auch auffällig viele Jungen betroffen sind.

Kritisch ist, dass sowohl externalisierende als auch internalisierende Störungsbilder als stabile Prädiktoren für die spätere Entwicklung einer eigenen substanzbezogenen Störung gelten (King & Chassin, 2008). Auch sind frühe Anpassungsprobleme bei Kindern aus suchtbelasteten Familien mit der Entwicklung einer Persönlichkeitsstörung im (jungen) Erwachsenenalter verbunden (Drake & Vaillant, 1988). Dies verdeutlicht, dass sich die chronische Exposition gegenüber einer elterlichen Suchtstörung negativ auf die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit auswirken kann. Besonders häufig sind Störungen in den Persönlichkeitsbereichen Neurotizismus (Emotionale Instabilität), Impulsivität, Antisozialität, Selbstunsicherheit und Dependenz zu beobachten. Kommt es zu einer Persönlichkeitsbeeinträchtigung des Kindes, besteht ein hohes Risiko, dass diese auch im Erwachsenenalter persistiert.

Schutzfaktoren und Resilienzen

Die Transmission von substanzbezogenen Störungen bzw. die Entwicklung von psychischen Erkrankungen bei Kindern aus suchtbelasteten Familien ist nicht nur durch das Vorhandensein einer elterlichen Suchterkrankung allein zu erklären. Die (ungünstige) Entwicklung eines Kindes wird generell determiniert durch die Balance bestimmter Risiko- und Schutzfaktoren, die sowohl umgebungs- als auch kindbezogen sein können (Petermann, 2013). Da in suchtbelasteten Familien häufig eine Kumulierung von Risikofaktoren zu beobachten ist, kommt den umgebungsbezogenen Schutzfaktoren und individuellen Resilienzen eine besondere kompensatorische und somit präventive Bedeutung zu.

Zu den umgebungs- und/oder familienbezogenen Schutzfaktoren zählen z. B. elterliche Wärme, Fürsorge und Zuneigung durch mindestens einen Elternteil oder soziale Unterstützung durch Bezugspersonen außerhalb der suchtbelasteten Kernfamilie (Eiden et al., 2016). Kindbezogene Resilienzen wurden im Kontext von suchtbelasteten Familien mehrfach und umfassend untersucht. Die identifizierten Kerndimensionen kindlicher Resilienz können wie folgt zusammengefasst werden (Velleman & Templeton, 2016):internale Kontrollüberzeugungen; aktive, funktionale Bewältigung; persönliche Qualitäten (z. B. Selbstwirksamkeit, Selbstreflexion, Emotionsregulation, angenehmes Temperament); Sozialkompetenz; Hobbys; Talente oder Engagements, die außerhalb der Kernfamilie für belohnende Erfahrungen sorgen; Fähigkeit zur Selbstkontrolle; Problemlösekompetenzen; positiver Zukunftsausblick und entsprechende Pläne; intellektuelle Fähigkeiten; Sinn für Humor; emotionale Distanzierungsfähigkeit bzgl. der elterlichen Suchtproblematik; Verständnis und Einsicht bzgl. des elterlichen Suchtproblems; kein eigener Substanzgebrauch; gesunde Balance zwischen Unterstützung des Elternteils und Selbstfürsorge sowie Religion, Spiritualität bzw. Vertrauen in eine höhere Macht.

Die Resilienzforscher Wolin & Wolin (1995) hatten aufgrund ausführlicher Interviews mit betroffenen Kindern schon sieben Faktoren intrapsychischer Resilienz identifiziert und beschrieben: (1) Wissen, (2) emotionale Autonomie, (3) Beziehungsfähigkeit, (4) Initiative, (5) Kreativität, (6) Humor und (7) Moral.

Fazit zu den Auswirkungen der elterlichen Alkoholerkrankungen auf die Kinder

Elterliche Alkoholstörungen und Folgeerscheinungen können für Kinder in jeder Altersstufe gravierende Auswirkungen haben und langfristig zu schwerwiegenden psychischen Beeinträchtigungen führen. Neben der pränatalen Schädigung des Ungeborenen durch Alkoholkonsum der Schwangeren sind die alkoholbedingten Verhaltensveränderungen bei den belasteten Eltern besonders in den Fokus zu nehmen. Damit riskante Einflüsse für die Kinder bestmöglich „abgefedert“ werden, müssen individuelle und familiäre Schutzfaktoren gefördert werden, insbesondere dann, wenn eine Kumulierung riskanter Bedingungen und Belastungen vorliegt. Die Risiken für die betroffenen Kinder lassen sich durch vielfältige präventive Maßnahmen reduzieren, zu denen im Folgenden ein Überblick gegeben wird. Dies muss nicht ausschließlich und zwingend durch die Abstinenz der Eltern erreicht werden. 

Falls diese Interventionen, die möglichst früh platziert werden sollten, keinen Erfolg haben und eine Kindeswohlgefährdung droht oder schon besteht, sollten Kinderschutzmaßnahmen zeitnah und im Hilfesystem abgestimmt erfolgen. Damit den Kindern alkoholkranker Eltern effizient geholfen wird, sind neben elternbezogenen Maßnahmen, auch direkte Hilfen für die Kinder und familienbezogene Interventionen wichtig. 

Interventionen für Kinder aus suchtbelasteten Familien

In Deutschland ist das Angebot an evidenzbasierten Interventionen für Kinder aus suchtbelasteten Familien im Unterschied zu den USA gering. Zwar gibt es neben verschiedenen Angeboten aus dem Bereich der Selbsthilfe (z. B. Alateen-Gruppen) und Online-Projekten (z. B. Kidkit) eine Vielzahl an lokalen Angeboten für betroffene Kinder im Bereich der Suchthilfe, allerdings sind diese häufig nur unzureichend dokumentiert und in der Regel nicht wissenschaftlich evaluiert, sodass keine fundierte Aussagen über deren Wirksamkeit möglich sind (Arenz-Greiving & Kober, 2007; Ruths, Moesgen, Bröning, Klein & Thomasius, 2013). Insofern bleibt deren Evidenz fraglich.

Trampolin“ ist in Deutschland das einzige evidenzbasierte Präventionsprogramm, welches sich speziell an Kinder aus alkohol- oder drogenbelasteten Familien im Alter zwischen 8 und 12 Jahren richtet (Klein et al., 2013). Ziel des Gruppenprogramms ist es, den Kindern effektive Stressbewältigungsfertigkeiten sowie im Sinne einer Psychoedukation hilfreiches Wissen zu den Themen Sucht und Substanzen zu vermitteln, sie in ihrem Selbstwert und ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken, ihre Emotionsregulationsfähigkeiten zu verbessern und sie durch eine Enttabuisierung des Themas „Sucht“ psychisch zu entlasten. In den begleitenden Elternsitzungen sollen die teilnehmenden Eltern u. a. motiviert werden, Hilfen für ihre Kinder zuzulassen, für die Bedürfnisse ihrer Kinder und die Auswirkungen der Suchterkrankung sensibilisiert werden und mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten als Eltern gewinnen. Evaluationsergebnisse zeigen, dass teilnehmende Kinder von der „Trampolin“-Gruppe kurz- und mittelfristig profitieren können. 

Projekt Pepe-Kids zur Psychoedukation von Kindern, deren Eltern in Behandlung sind

Als Leitsatz zur Weiterentwicklung und Koordination der Versorgungssysteme gilt, dass therapeutische Maßnahmen in Bezug auf betroffene suchtkranke Eltern – dort wo nötig und indiziert – mit präventiven oder therapeutischen Maßnahmen in Bezug auf die exponierten Kinder kombiniert werden sollten. Solche Interventionsorte sind vor allem die ambulante Suchtberatung, erzieherische Hilfen für suchtbelastete Familien sowie Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen. Derzeit wird am Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) ein Ansatz entwickelt, der Kinder, deren suchtkranke Eltern eine stationäre Entzugsbehandlung begonnen, mit Medien und Informationen psychoedukativ begleitet werden. Dadurch können betroffene Kinder früh und umfassend erreicht und Stigmatisierungseffekte, etwa im Schulsystem, vermieden werden. In dem Projekt Pepe-Kids werden Kinder von 8 bis 18 Jahren, deren Eltern einen klinischen Entzug wegen einer Suchterkrankung absolvieren, kinder- und jugendgerecht informiert und sensibilisiert, wobei großer Wert auf das eigene Wohlergehen und die Selbstfürsorge der Kinder und Jugendlichen gelegt wird. 

Schlussbetrachtung

Zum Abschluss erfolgt eine zusammenfassende und bewertende Schlussbetrachtung mit den Implikationen für die Verbesserung und Weiterentwicklung des Hilfesystems in Bezug auf Prävention, Beratung und Therapie.

Fazit zum Unterstützungsangebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Derzeit stellt sich die Versorgung von suchtbelasteten Familien als nicht ausreichend dar. Ein ideales Setting für entsprechende Hilfen böte die selektive Prävention im suchtspezifischen Hilfesystem oder im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.

Da ein funktionales Eltern- und Erziehungsverhalten eines der größten Defizite in suchtbelasteten Familien darstellt, muss das Angebot passender Interventionen für suchtkranke Eltern und ihre Kinder dringend verstärkt und als Regelangebot der Sucht- und Jugendhilfe etabliert werden. Suchthilfeeinrichtungen sollten sich – in Kooperation mit Kinder- und Jugendhilfe – um die Erziehungs- und Bindungsfähigkeit suchtkranker Eltern kümmern und diese in den Therapien thematisieren und fördern. In Bezug auf die exponierten Kinder kann diese eine wichtige und wirksame Präventionsmaßnahme darstellen.  Das Thema „Kindeswohl“ sollte stärker in die Behandlung von suchtkranken Eltern integriert werden, da es zum einen eine wesentliche Motivation für Abstinenz und zum anderen ein zentrales Thema des Alltags der betroffenen Mütter und Väter darstellt.

Umgekehrt sollte die Kinder- und Jugendhilfe in Fällen suchtkranker Eltern mit Grundkenntnissen zu den familialen Konsequenzen einer elterlichen Suchtstörung vertraut sein und Kindeswohlgefährdungen im Kontext elterlichen Suchtverhaltens möglichst reliabel und valide einschätzen können. Auch dies setzt enge Kooperations- und Kommunikationsstrukturen in den Hilfesystemen voraus. Auch ein früher eigener Substanzkonsum der von elterlicher Sucht exponierten Kinder sollte von der Kinder- und Jugendhilfe in enger Kooperation mit der Suchthilfe und –prävention mit hilfreichen Interventionen aufgefangen werden können. 

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