Koffein ist die meist konsumierte Droge der Welt, sagen viele Forscher. Aber kann man bei Koffein überhaupt von einer Droge sprechen? Kann man wirklich von Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken abhängig werden? In dieser Folge geht Jacob dieser Behauptung auf den Grund, klärt, was Koffein überhaupt genau ist und spricht mit Suchtforscher Prof. Dr. Michael Klein über seine Wirkung. Sind wir alle Koffeinjunkies? Das klären wir heute!

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Sucht und Familie – eine transgenerationale Dauerschleife?

Vortrag zur NACOA-Aktionswoche am 14.02.2019 im Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises, Mosbach

„Addiction runs in Families“  und erzeugt Parentifizierung, Familienkonflikte, Beschämung. „Die Generationengrenzen sind alkohollöslich“. Den kompletten Vortrag finden Sie hier.

Müssen Suchttherapeuten einen Burnout erleiden?

Anlässlich der diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Suchttherapie e.V. (deQus) vom 05.02. bis 06.02.2019 in Kassel referierte Prof. Michael Klein zum Problem psychischer Probleme und Störungen bei Suchttherapeuten. Diese galten in der Forschung lange als besonders gefährdet, Stress- und Burnoutopfer zu werden. Es konnte jedoch in neueren Studien der Berufsfeldforschung zur Suchttherapie gezeigt werden, dass Suchttherapeutinnen und Suchttherapeuten über eine insgesamt gute psychische Gesundheit verfügen. Dies könnte zum einen daran liegen, dass schon eher sehr psychische gesunde, resiliente Personen Suchtherapeuten werden, zum anderen aber auch daran, dass die Tätigkeit im Feld der Suchttherapie sich langfristig positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirkt, etwa durch vertiefte Selbsterfahrung und intensive menschliche Begegnungen. Positive Effekte können auch durch Teamarbeit und Supervision entstehen. Allerdings machen die von Prof. Michael Klein durchgeführten und vorgestellten Forschungsarbeiten auch deutlich, dass knapp ein Viertel der Suchttherapeuten über psychische Probleme und oft auch körperliche Beschwerden berichtet. Wichtig wird die Bewältigung der Zukunftsanforderungen im Bereich der psychischen Komorbidität der Suchtkranken werden, was sich in komplexeren und schwierigen Therapieprozessen ausdrückt. Auch die zunehmende Wichtigkeit digitaler Innovationen wird die Suchttherapie verändern und die Arbeitsbedingungen der Suchttherapeuten verändern. Der Beitrag von Prof. Michael Klein mit dem Titel „Psychische Belastungen und deren Bewältigung bei Fachkräften in der Suchthilfe. Studienergebnisse – Implikationen – Lösungen“ ist hier downloadbar.

INSTAGRAM – eine Gefahr für die psychische Gesundheit von Jugendlichen?

Dass soziale Netzwerke das Alltagsverhalten vor allem junger Menschen nachhaltig verändert haben, ist schon länger bekannt. Neben den „Klassikern“ Schüler-VZ, Studie-VZ, Facebook, die teilweise schon wieder vom Markt verschwunden sind, hat insbesondere Instagram mit seiner Betonung des Visuellen eine marktwichtige Position – mit weltweit mehr als 1 Mrd. Usern – erreicht. Doch ist alles so harmlos und einfach, wie es die Anbieter meist selbst suggerieren? Immer stärker zeigt sich, dass besonders Jugendliche dem Druck des Schönseins und Dazugehörens nicht gewachsen sind. Der Schönheitsstress, den Instagram mit der Plattform zur weltweiten Selbstinszenierung bietet, lässt die Schwachen und Hässlichen „alt aussehen“. Einsamkeit, Mobbing und Isolation sind die möglichen sozialen Folgen. Die Risiken sind insbesondere für selbstunsichere Jugendliche gegeben. Wenn sich dann noch Follower aus dem näheren Umfeld ohne Begründung abmelden, kann dies als narzisstische Kränkung das Selbstwertgefühl tief erschüttern und eine depressive Krise auslösen. Ebenso schaffen es Jugendliche bisweilen nicht, sich Profilen zu entziehen, die psychischen Stress und negative Gefühle auf sie ausüben. Wie ein Magnet kann der Zwang zum Schönsein und zur Selbstabwertung im Vergleich mit anderen diese Personen dauerhaft beeinträchtigen. Dass ein großer Teil, vor allem der Bildinhalte, in den sozialen Netzwerken „bearbeitet“ und „optimiert“, und somit Fakes sind, ist vielen der jungen User nicht klar und setzt sie verstärkt unter Druck. In zwei kurzen Radioreportagen auf 1LIVE der Journalistin Victoria Just im Gespräch mit Usern und Prof. Michael Klein werden Risiken und Lösungsmöglichkeiten erörtert.

(MK, 24.02.2019)

 

Suchterkrankungen erfassen ganze Familiensysteme. Über 3 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Deutschland mit suchtkranken oder psychisch erkrankten Eltern auf. Im Gespräch mit Professor Dr. Michael Klein soll es darum gehen, was die häufigsten Suchterkrankungen sind und welche Auswirkungen die Suchterkrankungen auf die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben.

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