Beim Fachtag 2018 der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik Ahlhorn des Diakonischen Werkes Oldenburger Land am 16. Mai 2018 zum Thema „Salutogenetische Ansätze in der Behandlung junger Abhängigkeitskranker“ referierte Prof. Michael Klein zur Resilienzförderung bei suchtkranken Jugendlichen. Er machte deutlich, dass Jugendliche, die eine Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen entwickeln, sehr oft früh traumatisiert sind und aus problematischen familiären Verhältnissen stammen, die sie nicht bewältigen konnten. Gerade deshalb ist der Aufbau gesundheitsförderlicher Kompetenzen – etwa in den Bereichen Selbstwert, Umgang mit dem eigenen Körper, Emotionsregulation, Stressreduktion – besonders wichtig. Prof. Klein unterstrich vor den 100 Zuhörern, dass junge Suchtkranke umfassende therapeutische Hilfen benötigen, wie sie in der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik Ahlhorn angeboten werden, um zu genesen und um als Eltern von morgen den Kreislauf von Sucht, psychischen Störungen und Gewalt, der immer noch allzu oft besteht, zu durchbrechen. Gerade junge Suchtkranke müssen neue Erfahrungen ohne Alkohol und Drogen in einer geschützten Umgebung machen, die sie gleichzeitig behütet und fordert. Dass die stationären Therapie bis zu 6 Monaten dauern, ist dabei eine große Chance, damit die jungen Suchtkranken stabile und intensive Bindungen zu den Therapeuten aufbauen. Der Vortrag ist hier downloadbar.