Der Vortrag „Methamphetamin und Familie – Förderung der Familienresilienz, den Prof. Michael Klein am 27.06.2018 zur Jahresfachtagung 2018 „Crystal-bezogene Problemlagen in Sachsen“ der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren am 27.06.2018 im Hygienemuseum, Dresden, hielt, fokussierte auf die Lebenslage der vermutlich mehr als 10.000 betroffenen Kinder in Deutschland. Er betonte, dass eine frühzeitige koordinierte Ansprache der Eltern seitens der Suchthilfe, der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens, insbesondere durch KinderärztInnen, gute Ergebnisse hinsichtlich elterlicher Therapiemotivation  und –teilnahme erreichen kann. Im Rahmen eines durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Projekts seien diese Ergebnisse erzielt worden. Das Erziehungskompetenzprogramm SHIFT (Suchthilfe und Familientraining) zeigte sich nach Erprobung in 7 sächsischen und thüringischen Suchtberatungsstellen, die alle eng mit Einrichtungen der Jugendhilfe kooperierten, sehr erfolgreich bei der Motivierung und Beratung betroffener methamphetaminabhängigerEltern. Insgesamt seien in dem Projekt knapp 100 Eltern erreicht worden. Es sei klar, dass davon auch und vor allem die betroffenen Kinder profitierten. Insofern zeige der SHIFT-Ansatz familienresilientes Potential.

Außerdem seien viele Pflege- und Adoptiveltern engagiert in der Arbeit mit Kindern, die oft auch schon pränatal geschädigt worden seien. Ein entsprechender Fachbeitrag des Kölner Forschungsinstituts DISuP(Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung; www.disup.de) ist unlängst erschienen.

Quelle:

Dyba, J., Moesgen, D. & Klein, M. (2018). Crystal Meth in der Schwangerschaft. Auswirkungen auf die Kindesentwicklung und die Bedeutung für Pflege- und Betreuungspersonen [Crystal Meth Use duringPregnancy. Effects on Child Development and the Impact for Foster and Care Personnel]. PFAD Fachzeitschrift für die Pflege- und Adoptivkinderhilfe 32 (2), 11 – 14. [ISSN 1613-1460]

[Michael Klein, 04.07.2018]