Autor: Marvin Eichsteller (Seite 1 von 10)

Frühe Hilfen, kommunale Präventionsketten und elterliche Suchtstörungen – koordinierte Hilfen nötig!

Kommunale Präventionsketten entstehen in Deutschland an immer mehr Orten. Sie sollen die präventive Arbeit vor Ort koordinieren und optimieren, besonders im Hinblick auf Kinder in prekären Lebenslagen wie z.B. Armut, Ausgrenzung, Gewalt. In der Region Weimar wird koordinierte Prävention als Präventionskette schon länger praktiziert – mit guten Erfolgen. Zu einem Fachtag luden Stadt, Kreis und Suchthilfe in Thüringen nun ein.

Dass diese wichtige Präventionsarbeit nicht ohne die transgenerationale Perspektive auf elterliche psychische Störungen und Suchtkrankheiten geschehen kann, machte Prof. Michael Klein bei einer Fachtagung der Stadt Weimar, des Landkreises Weimarer Land und der Suchthilfe in Thüringen (SiT) am 21.11.2018 in der Weimarer Marie-Seebach-Stiftung deutlich. Weil die exponierten Kinder, insbesondere in der Schwangerschaft bei mütterlichem Substanzkonsum, aber auch in der frühen Kindheit besonders gefährdet sind und unter weiteren Stressoren, wie z.B. Gewalt, Armut und Ausgrenzung der Familie, leiden, kann hier das Konzept der Präventionskette frühzeitig greifen. Die Lebenslage des Kindes soll durch begleitende Hilfen und Förderung und Beratung der Eltern verbessert werden. Sind die Eltern suchtkrank, muss ihre suchtspezifische Behandlung auch das Thema Eltern und Erziehung umfassen. Wichtig dabei ist die Sensibilität der Fachkräfte für die besonderen Risiken durch Suchtstörungen und andere schwere psychische Krankheiten der Eltern. Während für die Eltern motivierende Angebote zur Behandlung und zur Verbesserung der Elternkompetenz bereitstehen (wie z.B. MUT!, SHIFT), sollten die Kinder frühzeitige Hilfen zur Förderung der Resilienz und Salutogenese (wie z.B. TRAMPOLIN) erhalten. Hierunter wird der psychisch gesunde Umgang mit hohem chronischem Alltagsstress in der Familie verstanden.

(MK) Köln, 25.11.2018

Suchthilfe 2030 – Modernisierung der Suchthilfe in Deutschland dringend erforderlich!

Anlässlich einer Fachtagung, die vom Suchtreferat der Stadt Mainz am 14.11.2918 im Rathaussaal der Stadt Mainz durchgeführt wurde, referierte Prof. Michael Klein zur Geschichte und den Entwicklungsaufgaben der Suchthilfe in Deutschland. Diese gilt als hocheffizient, weist aber bezüglich Frühintervention, Selektivität, Digitalisierung und weiterer Modernisierungsbedarfe klare Defizite auf. Im Folgenden Auszüge aus der zugehörigen Publikation aus der Fachzeitschrift RAUSCH – Wiener Zeitschrift für Suchttherapie.

Michael Klein: Suchthilfe im Überblick – Geschichte und Entwicklungsaufgaben der Suchthilfe in Deutschland

(Exzerpt aus Beitrag in: Rausch. Wiener Zeitschrift für Suchttherapie 7/8(4), 253 – 263)

(I) Profession statt Konfession sein – Suchtwissenschaft fördern

Noch immer werden in der Suchthilfe Glaubenssätze hochgehalten und als letzter Stand der Wissenschaft oder Notwendigkeit des Handelns formuliert. Beispielsbereiche waren lange Zeit der Umgang mit Rückfälligkeit, vor allem in der stationären Behandlung, wo es als Notwendigkeit dargestellt wurde, rückfällige Patienten aus „disziplinarischen Gründen“ zu entlassen. Um wessen Disziplin soll es dabei gehen? Was hat derartige Disziplin mit Therapie, der Hilfe am Menschen, und der Menschenwürde zu tun? Moderne Suchttherapie, ambulant wie stationär, sollte sich ausschließlich an gesichertem Wissen (Evidenzorientierung) orientieren oder – wo immer notwendig – in enger Kooperation zwischen Forschung und Praxis solches erzeugen (Evidenzgenerierung). Die entsprechenden Vorgaben in Form evidenzbasierter Leitlinien liegen inzwischen in großer Zahl vor, insbesondere für die Bereiche der Behandlung alkohol- und tabakbezogener Störungen und solcher durch Methamphetamin. Ansonsten gilt es, das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Praxis in der Suchthilfe nachhaltig und produktiv zu klären. Da es in Deutschland nach wie vor keine nationale Suchtforschungsagentur gibt, sind die forschungsfreundlichen Entwicklungen in diesem Bereich rein personaler, zufälliger oder lokaler Natur. Die Impulse für die Suchtforschung, insbesondere die Suchthilfeforschung kommen in Deutschland weder von den Universitäten, wo eine solche – außer im Bereich der Neurobiologie – kaum stattfindet, noch von der DHS, die als Spitzenverband der Wohlfahrtsverbände zuvörderst deren

systemkonservierende Interessen vertritt und obendrein seit Jahren in ihren eigenen Verlautbarungen (vor allem Newsletter und Jahrbuch) polarisierend und moralisierend irrlichtert. Sie verfehlt damit die Aufgaben einer – weitgehend mit Steuergeldern – finanzierten Spitzeneinrichtung der Suchthilfe.

Alle Bereiche der modernen Suchthilfe, die im Übrigen auch eng miteinander zusammenarbeiten sollten, müssen ein Interesse an ihrer Wirksamkeit und damit auch an der Wirksamkeitsüberprüfung auf der Basis definierter Kriterien und Ziele aufweisen. Andernfalls bleibt der Bereich in Glaubenssätzen und Ideologien verhaftet oder, wie es der wichtige Psychotherapieforscher Klaus Grawe ausdrückte, es herrscht Konfession, wo Profession sein sollte.

(II) Herausforderungen an die deutsche Suchthilfe 2030 – Synopse der Ausgangsbedingungen mit Ausblick auf die Zukunft

Die Suchthilfe in unserem Land wird sich in den nächsten Jahren umfassend erneuern und modernisieren müssen, will sie den Anforderungen der Zukunft gewachsen sein. Dieser Satz könnte auch im Jahre 1970 oder 1990 geschrieben worden sein, denn wandelnde gesellschaftliche Realitäten und Herausforderungen haben schon immer Innovationen und Anpassungen gefordert. Das jeweils zeitspezifische sind die Konkretheiten der Anforderungen, die im Folgenden zusammengefasst werden. Durch den hoch beschleunigten gesellschaftlichen und technischen Wandel der Gegenwart sind die Anforderungen an Flexibilität, Kreativität und Innovation jedoch enorm angestiegen. Modernisierungsverweigerung, die bislang noch oft als nonkonformistisch, gesellschaftskritische Attitüde bewundert wurde, wird in der Suchthilfe mehr und mehr zum Existenzrisiko. Die wichtigsten Entwicklungsaufgaben der Suchthilfe in synoptischer Sicht – mit einem gehörigen Schuss Subjektivität, da es entsprechender Forschungen in der Suchthilfe ermangelt, sind:

(1) Suchthilfe muss wissenschaftlicher, evidenzorientiert und neugieriger auf sich selbst, die eigenen Wirkungen und Effekte werden.

(2) Suchthilfe muss ihre Reichweite zur betroffenen Klientel erweitern und verbessern. Nicht nur abhängigkeitskranke Menschen sind Zielgruppe, sondern auch Gefährdete, Substanzmissbraucher, riskant Konsumierende und Personen, die vor einem Konsumeinstieg stehen. Deshalb muss

Suchtprävention überall zu einem integralen Bestandteil der Suchthilfe werden. An vielen Orten ist sie das noch nicht. Suchthilfe sollte sich außerdem nicht darauf verlassen, dass ihr dauerhaft durch das Strafverfolgungssystem Klienten zugeführt werden (z.B. über die § 35-BtmG-Regelung), sondern ihre Angebote für Betroffene attraktiv und motivierend gestalten. Auch durch das vielerorts noch sehr strikte und rigide aufrechterhaltene Abstinenzdogma werden viele potentiell veränderungsbereite Personen nicht erreicht und abgeschreckt.

(3) Suchthilfe muss sich neuen Entwicklungen aus der internationalen Suchtforschung grundsätzlich früher öffnen, diese als hilfreiche Innovationen verstehen und integrieren. Die Tatsache, dass im Jahr 2020 immer noch an Abstinenz als allein möglichem Therapieziel festgehalten wird, ist unter wissenschaftlichen und ethischen Aspekten unerträglich.

(4) Suchthilfe muss sich von fragwürdigen moralisierenden und stigmatisierenden Haltungen gegenüber Substanzkonsumierenden frei machen und zu einem Ort des offenen Austauschs und der Beratung werden. In diesem Zuge muss sich Suchtberatung zur umfassenden Konsum- und Gesundheitsberatung weiterentwickeln.

(5) Die Suchthilfe muss sich von allen – latenten wie manifesten – Stigmatisierungen und problematischen Gegenübertragungen ihrer Klientel gegenüber befreien und dieses zu umfassender Selbststeuerungsfähigkeit, Selbstverantwortung, Selbsthilfefähigkeit, Teilhabe und Konsummündigkeit führen.

(6) Suchthilfe muss sich frühzeitiger und intensiver in drogen- und suchtpolitische Debatten auf allen gesellschaftlichen Ebenen einmischen, ohne sich parteipolitisch zu binden, und die Meinungsführerschaft einnehmen, um so die Debatten zu kanalisieren. Legitimiert wird sie dadurch durch ihre Expertise und Praxiskompetenz. Dabei muss deutlich werden, welch hohe Bedeutung Sucht- und Drogenpolitik für Gesundheits- und Sozialpolitik hat. Suchthilfe ist der Kernkompetenzbereich für Suchtfragen. Dafür muss sie sich moralisierender, stigmatisierender und evidenzferner Haltungen und Äußerungen entledigen. Vor ihrem geschichtlichen Hintergrund und der gegenwärtig noch vorherrschenden Dominanz ideologielastiger „Influencer“ ist dies eine schwierige Entwicklungsaufgabe.

(7) Suchthilfe muss ihre Passgenauigkeit gegenüber Klientinnen und Klienten kontinuierlich verbessern. Das bedeutet, an den Bedürfnissen und Zielen der Menschen anzusetzen und mit ihnen gemeinsam Zielkontrakte und Veränderungsprozesse herbeizuführen, die ihnen maximalen Nutzen, Gesundheitsverbesserung und Risikoreduktion bringen.

(8) Suchthilfe sollte zur Entstigmatisierung Suchtkranker und Suchtgefährdeter beitragen und diese langfristig fördern. Das bedeutet jedoch nicht, die relevanten Probleme auszublenden, zu verklären oder umzudeuten, wie dies teilweise praktiziert wird (Beispiel: Frühere Kampagne des Deutschen Caritas-Verbandes „Aus ganz normalen Familien kommen ganz normale Suchtkranke“). Es muss klar sein, dass „political correctness“ keine Handlungsoption für evidenzbasierte Versorgung und Hilfen sein kann. Zu den Stigmatisierungsprozessen Suchtkranker trägt auch die Illegalisierung und Kriminalisierung des süchtigen Verhaltens Drogenabhängiger bei. Das Positionspapier „Das Stigma von Suchterkrankungen verstehen und überwinden“, das von einer Arbeitsgruppe um Prof. Schomerus und Prof. Rumpf erarbeitet wurde, kann hierfür eine sehr hilfreiche Arbeitshilfe sein.

(9) Suchthilfe muss die Qualität der Arbeit fördern und sichern. Besonders entscheidend ist die dabei die Ergebnisqualität. Struktur- und Prozessqualität sollen natürlich ebenfalls berücksichtigt werden. Die grundsätzliche Orientierung in der Suchthilfe muss sich stärker in Richtung auf die Erreichung vorab definierter Ziele richten. Dies gilt auch für den niedrigschwelligen Hilfebereich, die psychosoziale und psychotherapeutische Betreuung Substituierter und die Suchtprävention.

(10) Weitere Entwicklungsaufgaben der Suchthilfe sind auszumachen. Der berufliche Nachwuchs sollte umfassend qualifiziert werden, was suchtwissenschaftliche Grundlagen, Beratungs- und Motivierungskompetenzen, Therapieplanung, Indikationsstellung und Veränderungsmanagement angeht. Der Tätigkeitsbereich sollte für den beruflichen Nachwuchs attraktiver und offener werden, damit ein Fachkräftemangel nicht zu einem Servicemangel in der Suchthilfe wird.

Mangels umfassender und systematischer Evaluationen ist es bis heute unmöglich, die Leistungen der Suchthilfe in Gänze zu bewerten und daraus Bedarfe nach

Optimierung und Weiterentwicklung abzuleiten. Die Zukunft sollte da anfangen, wo die Gegenwartsprobleme deutlich werden. Das Suchthilfesystem, das in vielen Bereich vermutlich wirksame und wichtige Arbeit leistet, sollte sich einer umfassenden unabhängigen Evaluation und Evidenzbasierung unterziehen, um zukunftsfest, innovationsfähig und krisensicher zu werden. Die Suchthilfepolitik sollte dabei als Teil der Suchtpolitik und diese wiederum als Teil der Gesundheits- und Sozialpolitik eine führende Rolle spielen.

Als Vortrag unter: http://www.mainz.de/newsdesk/publications/

Kinder suchtkranker Eltern sind oft pflegende Angehörige

Bei der 5. Berliner Pflegekonferenz vom 08.11. bis 10.11.2018 referierte Prof. Michael Klein erstmals zum Thema der Kinder suchtkranker Eltern als pflegende Angehörige. Dieser bislang von d er Forschung vernachlässigte Aspekt der Alltagsrealität der von elterlicher Sucht und schweren psychischen Störungen betroffenen Kinder und Jugendlichen betrifft die körperlichen und psychischen Folgen einer chronischen elterlichen Suchterkrankung. Insgesamt sind in Deutschland bis zu 2.6 Millionen Kinder von einer elterlichen Suchterkrankung betroffen, bei einem Drittel erleben die Kinder vermutlich schwere und oft lebensbedrohliche Verläufe der elterlichen Erkrankung mit. Die Aufsicht und Kontrolle des Jugendamtes greift bei der Komplexität der Suchterkrankung oft gar nicht oder zu spät.

Die durch die Kinder realisierte Pflege der Eltern beginnt dabei mit intensiven, oft grüblerischen, Sorgen um das Wohlergehen, die Alltagsbewältigung und die Zukunft des suchtkranken Elternteils. Dies betrifft vor allem den Verlust der Arbeitsstelle, den Rückzug aus Freundes- und Bekanntenkreis, eine Trennung vom Partner mit folgender Vereinsamung. Daraus kann sich in der Folge ein übermäßiges, chronifiziertes Kümmern, dauernde enge Kontrolle des Elternteils und die regelhafte Übernahme von Elternaufgaben, wie z.B. die Betreuung jüngerer Geschwisterkinder, entwickeln. Experten sprechen dann von Rollenfixierungen im Verhalten der Kinder, welche wiederum zu eingeschränktem Verhaltensrepertoire und der Vernachlässigung der eigenen Entwicklungsaufgaben führen. Die Pflege der Eltern kann in einzelnen Fällen von den gesamten Haushaltserledigungen bis hin zur Hygieneversorgung reichen. Hinzu kommen psychische Aufgaben, wie das Bewahren vor schlimmeren Rückfällen und Unfällen, die Begleitung in suizidalen Krisen und die Pflege bei schweren körperlichen Erkrankungen.

Zu den möglichen dauerhaften Komplikationen für Kinder als pflegende Angehörige gehören die Vernachlässigung der eigenen Emotionen, des eigenen Wohlergehens, der Verlust von Freunden und Bekannten und die Entwicklung vieler altersunangemessener Rituale. Da Suchterkrankungen meist lange oder dauerhaft im Geheimen verlaufen, sind diese Entwicklungen vor Nachbarn, Verwandten und dem Jugendamt oft verborgen oder werden von der Familie verleugnet oder verzerrt dargestellt. Besonders betroffen sind Mädchen, weil dies der traditionellen Rolle in Familien entspricht. Weitere Informationen unter: https://berliner-pflegekonferenz.de/

(MK) Köln, 18.11.2018

9. Karlsruher Präventionstag: Körperbild, Körperwahn, Körperkult

Viele Menschen, vor allem aber Jugendliche und zunehmend auch Kinder, sind von einem Stress zum guten Aussehen betroffen. Durch die heutige Bilderflut wird der ohnehin im Jugendalter vorhandene Druck zur physischen Attraktivität gesteigert und teilweise ins Unerreichbare übergesteigert. Schließlich herrschen Verzweiflung, Selbstabwertung und Obsession mit dem Aussehen vor. Der Körper wird zum Fremdkörper, dem der Jugendliche zunehmend unzufrieden und skeptisch gegenübersteht. Er muss daher modifiziert und manipuliert werden.

Im Rahmen der 9. Karlsruher Präventionstagung am 23. Oktober 2018 (https://karlsruher-praeventionstag.de ), der vom Jugendamt und Präventionsdiensten in Stadt und Landkreis organisiert und durchgeführt wurden, referierte Prof. Michael Klein zu den klinisch psychologischen Aspekten des modernen Körperkults.

Sein Beitrag, dem mehr als 400 Fachkräfte von verschiedenen Fachdiensten aus den Bereichen Jugendhilfe, Medizin, Psychotherapie, Suchthilfe und Prävention zuhörten, stellte unter dem Titel „Mit dem Körper glücklich werden?!“ Strategien zur Prävention und Therapie bei körperbezogenen psychischen Problemen und Störungen dar.

Zu den körperbezogenen psychischen Störungen gehört neben Essstörungen insbesondere die körperdysmorphe Störung (KDS), von der ca. 2% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit zunehmender Tendenz betroffen sind. Dabei glauben dies bei durchschnittlicher oder hoher eigener Attraktivität, dass sie unattraktiv oder gar hässlich sind. Die Macht gefakter Bilder durchschauen, sich selbst akzeptieren auch mit Schwächen, den Selbstwert nicht primär am Aussehen festmachen, die Kunst des Zweimal-Hinsehens und Schönheit auf den zweiten Blick hinter einer Fassade zu entdecken sind nur einige der Hinweise und Lösungen, die helfen können.

Dabei ist Aussehen im Sinne von Ausstrahlung durchaus wichtig. Es kann nicht negiert werden, dass gerade bei der sexuellen Anziehung das Aussehen zunächst eine entscheidende Rolle spielt.

Das wird zum Dilemma, in dem sich viele Menschen und besonders Jugendliche befinden, wenn sie ihren Körper nicht akzeptieren können, wie er ist. Auch hier kann nur die Besinnung auf die eigenen, dennoch vorhandenen Stärken und der Weg über Selbstakzeptanz und dezente Selbstoptimierung helfen.

(MK) 24.10.2018

BzgA-Preis

Anlässlich des Weltkindertages 2018 wurde das Projekt KIDKIT (www.kidkit.de) am 23. September 2018 in Köln mit dem Anerkennungspreis der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) für vorbildliche Prävention ausgezeichnet. Prof. Michael Klein ist Initiator dieses ersten Online-Hilfeprojekts, das seit 2003 zusammen mit der Drogenhilfe Köln durchgeführt wird. KIDKIT richtet sich an Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien. KIDKIT erreicht jährlich mehr als 100.000 Webclicks und erhält fast 1.000 Beratungs- und Hilfeanfragen. Der Kinderhilfeverein KOALA e.V. ist neben der Drogenhilfe Köln der zweite Träger des Projekts KIDKIT. In Zukunft soll das Online-Angebot KIDKIT, das sich jetzt schon an Kinder suchtkranker, psychisch kranker und gewalttätiger Eltern richtet, für weitere Zielgruppen (z.B. besonders einsame Kinder, Kinder mit sexuellem Missbrauch) weiterentwickelt werden.

(MK, 19.09.2018)

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