Am Montag, den 05.03.2018, wurden die ersten Ergebnisse des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungsprojekts „Crystal Meth und Familie II“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die vom DISuP organisierte Tagung fand im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden vor rund 100 interessierten Fachkräften verschiedener Fachrichtungen, insbesondere der Suchtkrankenversorgung und Jugendhilfe, statt.
Neben dem Projektleiter Prof. Dr. Michael Klein, referierten die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dr. Diana Moesgen und Janina Dyba zu den Ergebnissen der Entwicklung und Evaluation des „SHIFT-Elterntrainings“. „SHIFT“ stellt die erste modularisierte Intervention zur Förderung der Elternkompetenz und Familienresilienz, speziell in methamphetamin-belasteten Familien, dar.

Das Programm wurde im Rahmen der Projektlaufzeit seit 2016 an sieben Standorten in Sachsen und Thüringen von kooperierenden Sucht- und Jugendhilfeeinrichtungen durchgeführt. In Deutschland sind diese Bundesländer besonders von Crystal Meth-Konsum betroffen.

Die Tagung war des Weiteren geprägt von Gastbeiträgen lokaler Referenten und Referentinnen, u.a. berichtete Prof. Dr. Ulrich Zimmermann der Universitätsklinik Dresden über das Projekt „Mama denk‘ an mich‘ und André Dobrig und Katja Hilbig der Stadtmission Chemnitz referierten zum Thema familienorientiert Suchthilfe. In einer gemeinsamen Diskussionsrunde am Ende der Veranstaltung wurden weitere Perspektiven zu Versorgung und suchtkranker Eltern und ihrer Kinder erarbeitet.

Das im Projekt entwickelte SHIFT Elterntraining soll nun nachhaltig im Bereich der Suchtkrankenversorgung implementiert werden. Eine Veröffentlichung des Manuals über einen Fachverlag ist noch für das Jahr 2018 vorgesehen.

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Klein, Dr. Diana Moesgen, Janina Dyba
Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung
shift@katho-nrw.de