Die im vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungsprojekt „Crystal Meth und Familie II – Konzeption und Evaluation einer Intervention für methamphetaminabhängige Eltern zur Förderung der Familienresilienz und Elternkompetenz“ („SHIFT“) vorgesehene Entwicklung eines Gruppentrainings für Eltern mit Crystal Meth-Abhängigkeit ist  abgeschlossen und geht aktuell in die Umsetzungsphase.

Das entwickelte Programm mit dem Namen „SHIFT-Elterntraining“ richtet sich speziell an methamphetaminabhängige und -missbrauchende Eltern mit Kindern zwischen 0 und 8 Jahren und zielt darauf ab, die Elternkompetenzen und familiäre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Gleichzeitig sollen die elterliche Substanzabstinenz stabilisiert und die weitere Inanspruchnahme von Hilfen gefördert werden. Die Entwicklung des Trainings war durch die Integration von neuesten Befunden zu Methamphetaminabhängigkeit, Familie, Partner- und Elternschaft sowie von aktuellen Forschungsergebnissen zu verhaltensbasierten und bindungsorientierten Elterntrainings theoriegeleitet und gleichzeitig praxisorientiert durchgeführt worden. Der Praxisbezug wurde durch den kontinuierlichen Austausch mit Fachkräften aus dem Hilfesystem in Sachsen bei der Konzeption realisiert.

Unter der Projektleitung von Prof. Dr. Michael Klein wird nun die erstellte Konzeption praxisnah an sieben Standorten in Sachsen und Thüringen erprobt. Die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Frau Janina Dyba und Frau Dr. Diana Moesgen führten am 21. Oktober in Dresden eine Schulung für ca. 30 Fachkräfte aus den insgesamt sieben kooperierenden Einrichtungen der Sucht- und Jugendhilfe durch. Die Zusammenarbeit der Einrichtungen erfolgt dabei an jedem Projektstandort in „Tandems“ aus Mitarbeitenden beider Hilfebereiche. Die Fachkräfte sind jetzt somit zum Start der Feldphase optimal auf die Durchführung des SHIFT-Elterntrainings und die begleitenden Datenerhebungen vorbereitet. Nun konzentrieren sie sich auf die Gewinnung von Studienteilnehmern und beginnen zeitnah mit der Erprobung des Trainings und den begleitenden Datenerhebungen.

Die Feldphase wird Ende 2017 abgeschlossen sein. Ein nachhaltiger Ergebnistransfer in Wissenschaft und Praxis soll unter anderem anhand der Veröffentlichung eines Manuals zum Gruppenprogramm in der finalen Projektphase stattfinden.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Michael Klein, Tel. 0221/7757-156,
mikle(at)katho-nrw.de